Burnout bei Schülern

Viele Menschen verbinden den Begriff Burnout ausschließlich mit einer Krankheit, die nur Erwachsene betrifft. Zahlreichen Studien zufolge erkranken immer mehr Kinder an Dauerstress und es wird immer öfter Burnout bei Schülern festgestellt. Statistiken belegen, dass Patienten, die an Burnout leiden, immer jünger werden.

Burnout bei Schülern – Ursachen

Der gesellschaftliche Umbruch wird häufig als Ursache eines Burnouts bei Schülern gesehen, da die Zukunftsperspektiven schwinden. Schüler erfahren von Lehrern, Eltern und den Medien, dass es in der heutigen Zeit nicht leicht ist, eine Arbeitsstelle zu ergattern. In der Schule sprechen Lehrer regelmäßig an, dass eine gute Bildung die Berufschancen erhöht. Schüler werden somit unter Druck gesetzt, sie haben Angst, den Anforderungen nicht gerecht zu werden und zu versagen. Nicht nur schwache Schüler, sondern auch gute Schüler leiden unter diesem Druck. Die Schwachen versuchen mit aller Kraft, das Wiederholen der Klasse zu vermeiden, währen gute Schüler darum bangen, in eine weiterführende Schule eintreten zu können. Dieser Notendruck kann zu einem Burnout bei Schülern führen.

Eine weitere Ursache stellt die verbreitete Sprachlosigkeit in der eigenen Familie dar. Zahlreiche Kinder haben nicht die Möglichkeit, mit ihrer Familie über aktuelle Probleme zu sprechen, da häufig die Zeit für diese Gespräche fehlt.

Die Kinder fühlen sich mit ihren Problemen alleine gelassen, sie isolieren sich von der Außenwelt und die Motivation sinkt. Speziell bei Schülern kommt es im Schulalltag zu zahlreichen Problemen, sei es wegen der Leistung, dem Verhalten oder wegen Mitschülern. Mobbing ist ein wesentlicher Auslöser für ein Burnout bei Schülern.

Das Schulsystem wirkt sich ebenfalls nicht gesundheitsfördernd aus, da schon früh zwischen unterschiedlichen Schultypen entschieden werden muss. Bei einer Absage leidet nicht nur das Selbstvertrauen, Antriebslosigkeit, Verzweiflung und Demotivation macht sich breit und führt in einigen Fällen zu einem Burnout bei Schülern.

Mobbing – häufige Ursache für Burnout bei Schülern

Kinder, die in der Schule, in Vereinen, im Jugendzentrum und auf öffentlichen Plätzen gemobbt werden, erleben zum Teil wahren Psychoterror. Sie werden meist mehrfach schikaniert. Die regelmäßigen Schikanen sind breit gefächert und sie reichen von verbalen bis körperlichen Attacken. Meist sind es die Mitschüler, welche diesen Psychoterror ausüben, manchmal jedoch auch Lehrer. Ebenso können Eltern ihre Kinder schikanieren, wenn diese in der Schule nicht die gewünschten Leistungen erbringen.

Mobbing kann auch außerhalb der Schule erfolgen, beispielsweise durch soziale Medien.
Nicht selten werden Kinder von Mitschülern online bloßgestellt, belästigt oder von Gruppen ausgeschlossen. Fotos werden lächerlich gemacht, es erscheinen Bilder oder Videos ohne Zustimmung und natürlich brodelt auch die Gerüchteküche.

Vielfältige Mobbing-Handlungen

Mobbing kann auf viele unterschiedliche Arten erfolgen. Speziell in der Schule werden
schikaniert, bloßgestellt, belästigt oder auch ausgeschlossen zu werden. Im Sportunterricht werden Schüler unsportliche Schüler ausgelacht und meist zuletzt gewählt, im Werkunterricht werden Schüler mit zwei linken Händen verspottet und in der Pause werden sie ausgeschlossen, ignoriert oder provoziert.

Manchmal sind es Einzelhandlungen, wie beispielsweise die Vergabe eines unangebrachten Spitznamens. Ebenso gibt es Schüler, die ihre Mitschüler regelmäßig mobben. Sei es durch tägliche Rempeleien, Auslachen, wenn der Schüler liest oder sich zu Wort meldet oder einfach das Verstecken von Stiften, Büchern oder Heften.

Die Androhung von Prügel nach der Schule ist ebenso belastend wie körperliche Attacken in der Schule. Streiche, wie beispielsweise das Beschmieren von Zeichnungen, schreiben von Sprüchen am Schulklo oder Stehlen von persönlichen Gegenständen fallen unter Mobbing und lösen bei Betroffenen Stress pur aus. Schüler, die gemobbt werden, leiden sehr unter diesen Streichen, da sie vor der ganzen Klasse oder Schule bloßgestellt werden, im schlimmsten Fall Tag für Tag.
Mobbing kann auch in Form von körperlichen Attacken erfolgen. Immer wieder werden Schüler auf dem Weg zur Schule abgepasst, verfolgt, provoziert oder beleidigt und geschlagen.
Kids und Jugendliche werden nicht selten gleich von mehreren Schülern gemobbt, da sich häufig auch die Freunde des bösartigen Mitschülers daran beteiligen. Schüler sind sehr erfinderisch, wenn es darum geht, einen Mitschüler zu schikanieren. Ihnen ist dabei meist nicht bewusst, dass ihre Handlungen zum einem Burnout bei Schülern führen kann.
Schüler können sich häufig nicht anderen Schülern anvertrauen, da diese sich dann der Gefahr aussetzen, selbst zum Opfer zu werden. Wer bei einem Lehrer petzt, wird dann häufig noch härter in die Mangel genommen. All diese Probleme und die fehlenden Gespräche mit einer vertrauten Person können zu einem Burnout bei Schülern führen.

Was tun bei Burnout bei Schülern?

Wichtig ist, diese Erkrankung ernst zu nehmen. Gespräche mit dem betroffenen Kind, dem Täter, den Eltern, Lehrern, Direktor und außenstehenden Beratern sind empfehlenswert. Speziell ausgebildete Mobbingberater und externe Beratungsstellen können helfend einwirken.

Ein Burnout bei Schülern sollte keineswegs unbehandelt bleiben. Meist kann der Hausarzt Schritte zur Behandlung einleiten. Empfehlenswert ist eine mehrwöchige Kur in einer Klinik, die sich auf Psychosomatik spezialisiert hat. Es ist besonders wichtig, den Gang zum Arzt nicht zu lange aufzuschieben, da die Heilungschancen bei einer frühzeitigen Erkennung wesentlich höher sind!
Im Mobbing-Fall sollten Gespräche mit Täter und Betroffenen wenn möglich immer zu dritt geführt werden. Die dritte Person fungiert als Moderator, Zeuge und Coach.

Kinder, die gemobbt werden, sollten ein sogenanntes Mobbing-Tagebuch führen. Die betroffenen Schüler sollten vermerken, wann und wie sie gemobbt wurden und welche gesundheitliche Folgen entstanden. Ebenso ist der Zeitraum zwischen dem Mobbing und dem Auftreten der Beschwerden auszuzeichnen. Nicht zu vergessen, wie lange die gesundheitlichen Folgen andauern.

Vielfältige Symptome bei einem Burnout bei Schülern

Ein Burnout bei Schülern zu diagnostizieren, ist nicht immer leicht, da die Symptome breit gefächert sind. Verhaltensweisen mit selbstzerstörerischem Charakter können auf ein Burnout bei Schülern hindeuten. Nicht selten ritzen sich Schüler, sie entwickeln Essstörungen oder sie verletzen sich selbst. Ebenso kann ein angekündigter oder versuchter Suizid auf ein Burnout bei Schülern hinweisen. Ebenso kann sich ein Burnout bei Schülern dadurch äußern, dass das Kind die Schule schwänzt, gar nicht mehr aus dem Bett will und sich isoliert. Auch Panik- und Angstattacken, plötzlicher Leistungsabfall und körperliche Beschwerden können möglicherweise Symptome dieser Krankheit sein.

Kinder, die fortwährend nach Anerkennung suchen, die ständig mit den eigenen Leistungen unzufrieden sind und übertrieben gereizt reagieren, können an einem Burnout leiden. Ebenso können Schlafstörungen, Erschöpfung und Antriebslosigkeit auf ein Burnout bei Schülern hinweisen. Kinder, die laufend abwesend wirken, Treffen mit Gleichaltrigen meiden oder häufig krank werden, leiden eventuell an einem Burnout.

Präventive Maßnahmen

Ein vertrauensvoller Umgang im Elternhaus und der Klasse ist besonders wichtig. Kinder sollten die Möglichkeit haben, ihre Probleme mit Eltern, Geschwistern, einigen Mitschülern und Vertrauenslehrern zu besprechen. Schüler sollten bei schlechten Leistungen nicht demotiviert und heruntergemacht werden. Aufmunternde Worte, das Anbieten von Hilfestellung und kein Liebesentzug sind notwendig, um den Selbstwert des Kindes zu stärken.

Burnout bei Schülern tritt häufig dann auf, wenn dieses Kind nicht nein oder stopp sagen kann.
Es ist wichtig, sich dem ein oder anderen Konflikt zu stellen und nicht vor Problemen wegzulaufen.
Man sollte versuchen, den Tagesablauf zu regeln. Es ist sinnvoll, gemeinsam mit dem Kind den Alltag zu planen, also wie lange gelernt, gespielt und aufgeblieben wird. Schüler benötigen Erholungszeit, Bewegung und frische Luft, um Stress abbauen zu können.